Weiler und Einöden

 

Fechermühle (Schneidmühle):

Sie liegt am Eingang zum Mühlental gegenüber der Markuskapelle und ist eine jüngere Mühle. Wahrscheinlich hat sie aber eine ältere Vorgängerin.

 

Nickelsmühle (Niklasmühle):

Der Name leitet sich von einem Müller namens Niklas ab. Hier wurde in früheren Zeiten eine Säge- und Getreidemühle betrieben.

 

Schreckemühle:

Sie gehörte als Grundherrschaft (Privaterwerb) bis zur Säkularisation 1803 der Kartause Grünau. Der Name geht auf einen Müller namens Schreck zurück. Heute ist die Schreckemühle Gastwirtschaft und die einzige noch arbeitende Mühle im Haseltal.

 

Zwieselmühle:

Sie wurde bereits 1424 im Pfarrmatrikelbuch Nr. F 75 in einer Triefensteiner Urkunde als Zwisselmühle erwähnt. Der Flurname Klosterwiese könnte auf die Zugehörigkeit zum Kloster Triefenstein hinweisen.
Bis Ende 1966 gehörte die Zwieselmühle zur Gemeinde Bischbrunn. Am 1. Januar 1967 kam der Weiler mit seinen 20 Einwohnern zur Gemeinde Schollbrunn, zu der die „Zwieselmüller“ schon vorher kirchlich und schulisch tendierten.


 

Kartause Grünau:

 

Im Jahre 1328 stiftete die Gräfin Elisabeth von Hohenlohe, eine Tochter des Grafen Gottfried von Wertheim, das Kartäuserkloster Grünau. Nach einer wechselvollen Geschichte mit Höhen und Tiefen wurde es 1803 säkularisiert und kam an das Fürstenhaus Wertheim-Löwenstein-Freudenberg. Im noch bestehenden Haus des Priors (des Klostervorstehers) befindet sich jetzt eine gern besuchte Gastwirtschaft. Die übrigen Gebäude sind zum größten Teil zerfallen. An das Kloster erinnern auch noch die Reste der ehemaligen Kirche. Auch die Fischteiche wurden schon zu Klosterzeiten angelegt: Da es den Mönchen untersagt war, Fleisch von vierfüßigen Tieren zu essen, stand Fisch ganz oben auf ihrem Speisezettel.

 

Baumgartshof:

 

Der Baumgartshof liegt idyllisch zwischen Feldern und Wäldern – ein Stück aus dem Bilderbuch für alle, die es einsam mögen. Er ist einer der ältesten Höfe im Südostspessart: Seine Existenz ist seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Die ursprünglichen Gebäude wurden im Bauernkrieg zerstört, anschließend wurde der Komplex an seinem heutigen Platz und in seinem heutigen Aussehen erbaut.
Zuerst gehörte das Gut den Adeligen, die auf dem würzburgischen Stützpunkt Homburg saßen, ab 1400 besaß es das Kloster Triefenstein. Bei der Säkularisation kamen Kloster und Klosterhof an die Fürsten Wertheim-Löwenstein-Freudenberg. Heute befindet sich der Baumgartshof in Privatbesitz.

 

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